News April 2026

Der Monat April war von starken Regenfällen geprägt, besonders während der Nacht. Trotz dieser Wetterbedingungen konnten wir unsere Aktivitäten tagsüber weiterhin durchführen. Auch wenn manche Arbeiten zeitweise langsamer vorangingen, konnten wir die Arbeiten in Mamoulé dennoch fortsetzen.

Die Regenfälle machten jedoch einige Straßen sehr schwer zugänglich, insbesondere die Straße nach Saillant, die wegen des Schlamms beinahe unpassierbar geworden war. Deshalb konnte ich erst Ende April, nach Saillant fahren.

Darüber hinaus hatte auch die internationale Lage indirekte Auswirkungen auf die Situation im Land. Die Spannungen und Konflikte im Ausland haben zu einem Anstieg der Treibstoffpreise beigetragen. In diesem Zusammenhang hat das Handelsministerium eine Erhöhung der offiziellen Preise beschlossen. Mehrere Tankstellen verlangten jedoch noch höhere Preise als die offiziell festgelegten, was innerhalb der Bevölkerung zu Spannungen führte.

Angesichts dieser Situation entschieden die Behörden Mitte April, die betreffenden Tankstellen vorübergehend zu schließen und die Zapfsäulen zu versiegeln, um gegen diese als missbräuchlich angesehenen Praktiken vorzugehen. Ende des Monats waren diese Tankstellen noch immer nicht wieder geöffnet. Infolgedessen erfolgt die Treibstoffversorgung derzeit auf informelle Weise, insbesondere über den Schwarzmarkt entlang der Straßen.

Das Gründerzentrum „Mamoulé“:

Auf der Farm in Mamoulé konzentrierten wir uns hauptsächlich auf Instandhaltungsarbeiten und die Anlage neuer Kulturen.

Wir setzten die Reinigung der syntropischen Linien im Bereich der Zitronenbäume fort, indem wir Elefantengras zurückschnitten, Unkraut entfernten und Kletterpflanzen beseitigten, die sich um die Bäume gewickelt hatten.

Parallel dazu starteten wir ein neues Projekt zur Pflanzung von Hybridpapayas nach den Prinzipien der syntropischen Landwirtschaft. Es wurden Pflanzreihen angelegt, in denen wir Papayabäume sowie Cassia-Bäume pflanzten, um ein natürliches Gleichgewicht zwischen den Arten zu fördern. Die Bodenbearbeitung – Pflügen und Eggen – wurde mit Ochsen durchgeführt, eine Methode, die den Boden mehr schont als der Einsatz eines Traktors.

Außerdem hatten wir Ende des Monats die Gelegenheit, während zwei Tagen ein Team von Ausbildern zu empfangen, die auf Agroforstwirtschaft und syntropische Landwirtschaft spezialisiert sind. Durch ihre Anwesenheit auf dem Gelände konnten wir praktische Ratschläge erhalten und gleichzeitig direkt mit ihnen zusammenarbeiten.

Unter ihnen begleitete uns besonders ein brasilianischer Ausbilder mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. Da er in seinem Heimatland an diese Arbeitsweise gewöhnt ist, teilte er mit uns sein Fachwissen sowohl im Bereich der agroforstwirtschaftlichen Kulturen als auch im Gemüseanbau.

Während seines Aufenthalts stellte er fest, dass unsere Zitronenbäume geschwächt und in schlechtem Zustand sind. Dagegen entwickeln sich die Kakaobäume in denselben Reihen sehr gut und gewinnen zunehmend an Größe.

Diese Beobachtung veranlasste ihn, uns zu empfehlen, die Zitronenbäume schrittweise durch Kakaobäume zu ersetzen, die besser an diese Umgebung angepasst und in diesem agroforstwirtschaftlichen System leistungsfähiger sind. In der syntropischen Landwirtschaft sind es tatsächlich die Pflanzen selbst, die uns bei unseren Entscheidungen leiten : Sie zeigen uns, was erhalten und was ersetzt werden sollte, auch wenn solche Entscheidungen manchmal schwer anzunehmen sind.

 

Die Schule „Le Bon Berger de Saillant“:

In der Schule „Le Bon Berger“ war der Monat von mehreren wichtigen Ereignissen geprägt. Wir hatten die Freude, Geschenke der „Brückenschule Born“ zur Schule in Saillant zu bringen. Die Kinder hatten sich Spielmaterial für die Pausen gewünscht. Sie erhielten
Fußbälle, einen Frisbee sowie Springseile. Diese Spiele wurden mit großer Begeisterung aufgenommen, da die Kinder bisher über keinerlei Spielmaterial verfügten. Es war schön zu sehen, wie sehr sich die Kinder darüber freuten.

In einem anderen Bereich wurden Schritte für den Bau eines Brunnens unternommen. Nachdem bereits ein erster Kostenvoranschlag eingeholt worden war, wurde gemeinsam mit einem zweiten Anbieter eine Besichtigung des Geländes durchgeführt, um die Möglichkeiten zu prüfen und einen zweiten Kostenvoranschlag zu erhalten. Derzeit warten wir auf seinen Vorschlag. Darüber hinaus legten die Schülerinnen und Schüler direkt nach den Osterferien ihre Prüfungen des zweiten Trimesters ab. Die Prüfungen fanden über vier Tage statt und
verliefen insgesamt gut.

Abgesehen von diesen Ereignissen und trotz der Schwierigkeiten durch die starken Regenfälle – insbesondere für einige Kinder, die einen langen Fußweg zur Schule zurücklegen müssen – konnte der Unterricht dank der Anstrengungen und der Ausdauer der Schülerinnen und Schüler normal fortgesetzt werden.